Arbeit | Grenze | Fluss

Herausgegeben von Jochen Koch, Eva Kocher & Klaus Weber

 

Erwerbsarbeit prägt und durchzieht unser gesellschaftliches Zusammenleben. Theorie und Praxis von Erwerbsarbeit sind in so fundamentaler und vielfältiger Weise von Bedeutung für unsere gesellschaftlichen Ordnungsstrukturen und -prozesse, dass es zunehmender interdisziplinärer Anstrengungen, Forschungen und Konzepte bedarf, um die Verschiebungen und Neukonstitutionen dessen was Erwerbsarbeit ist, sein sollte und sein könnte, immer wieder neu zu verstehen und zu bestimmen.

 

Die Reihe [Arbeit | Grenze | Fluss] ist dieser interdisziplinären Herausforderung gewidmet. Sie bietet eine in mehrfacher Hinsicht grenzüberschreitende Diskussionsplattform, an der sich rechtswissenschaftliche, sozialwissenschaftliche, kulturwissenschaftliche und wirtschaftswissenschaftliche Perspektiven bündeln, wechselseitig inspirieren und neue Perspektiven des Wandels von Erwerbsarbeit entwerfen.

 

[Arbeit | Grenze | Fluss] ist work-in-progress interdisziplinärer Arbeitsforschung.

 

 

 

Volume 1

Daniel Schönefeld I Isabell Hensel I Jochen Koch I Eva Kocher I Anna Schwarz

JOBS FÜR DIE CROWDS

Werkstattbericht zu einem neuen Forschungsfeld

 

Crowdworking ist eine neue Form der digitalen Erwerbsarbeit, die über digitale Plattformen erbracht und koordiniert wird. Zwei Thesen dominieren die geführte mediale Diskussion.Erstens wird Crowdworking als Prekarisierungsrisiko präsentiert, weil es überwiegend einfache, schlecht bezahlte Tätigkeiten umfasse. Die zweite These argumentiert, dass es einen starken internationalen Wettbewerb zwischen Crowdworkenden gebe, weil Sprachbarrieren oftmals keine Rolle spielten. Der vorliegende Beitrag hat das Ziel, diese beiden Thesen anhand neu erhobener Daten zu hinterfragen sowie die sozialen, rechtlichen und organisatorischen Herausforderungen des Crowdworking zu identifizieren.

 

JOBS FOR THE CROWDS

Work in Progress on a New Field of Labour Research

 

Crowdworking is a new form of digital work, coordinated by digital platforms. Two perspectives prevail the current media discussion. First, Crowdworking is perceived as a precarity risk for workers due to the assumed predomination of simple and low-paid activities in crowdworking. The second stance puts emphasis on the distinct international competition between Crowdworkers, due to the assumed neglect of language barriers. In this paper we aim at questioning both assumptions and elaborate on the social, legal and organizational challenges coming along with Crowdworking.

 

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