Willkommen bei der Forschungsgruppe „Border & Boundary Studies“

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Studentische Hilfskraft gesucht!

Die Forschungsgruppe "Border & Boundary Studies" sucht zum 01.10. eine Studentische Hilfskraft (ca. 6h/Woche). Die Einstellung erfolgt zunächst befristet bis zum 28.02.2018 mit der Option auf Verlängerung.
 
Zu Ihren Aufgaben gehören:
- Thematische Recherchen im Bereich der Border & Boundary Studies
- Erstellung und Pflege von Emailverteilern
- Unterstützung bei Publikationen
- Unterstützung bei der Organisation von Veranstaltungen
- Unterstützung in der Organisation des Lektürekreises „AG Grenztheorien“
- Unterstützung in der Organisation von Lehrveranstaltungen im thematischen Bereich B/ORDERS IN MOTION
 
Ihr Profil umfasst:
- Fortgeschrittenes Masterstudium
- Interesse an Grenzforschung
- Kulturwissenschaftliche Neugier
- Gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift
- Kommunikationsfreudigkeit und Organisationstalent
- Teamfähigkeit 
 
Wir bieten Ihnen:
- Einblicke in die Arbeit einer Forschungsgruppe
- Ein spannendes und dynamisches Arbeitsumfeld
- Freiräume für inhaltliche Gestaltung und Themensetzung
 
Ihre Bewerbung (Anschreiben, Lebenslauf) richten Sie bitte bis zum 01.09.2017 per Email an: grenztheorien@europa-uni.de

Grenzen sind aufgrund der gegenwärtigen gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Veränderungen wieder in den wissenschaftlichen wie auch öffentlichen Fokus gerückt. Dabei haben nicht nur räumliche Grenzen, wie sie etwa zwischen Staaten, Regionen oder auch Stadtteilen gezogen werden eine große Bedeutung. Ebenso werden auch soziale und kulturelle Trennungen durch gegenwärtige Entwicklungen auf den Prüfstand gestellt.

Die Forschungsgruppe „Border & Boundary Studies“ nimmt diese vielfältige Präsenz von Grenzen zum Ausgangspunkt und fragt nach der Beschaffenheit und Relationalität gegenwärtiger Demarkationen in verschiedenen sozialen Feldern. Die klassische Differenz zwischen Studien zu Raumgrenzen (border(land) studies) und sozialen Grenzen (boundary studies) überwindend, thematisiert die Forschungsgruppe Grenzen als hochkomplexe Gegenstände und zwar sowohl in ihrer theoretischen Konzeption als auch in der empirischen Ausgestaltung. Grenzen werden als multidimensionale, dynamische und relationale Gebilde verstanden, die über Praktiken der Grenzziehungen hervorgebracht, stabilisiert und unterlaufen werden.

Um dieser Komplexität von Grenzen näher zu kommen, werden in der Arbeit der Forschungsgruppe Grenzinfrastrukturen als Analysefokus zentral gesetzt. Infrastrukturen können als Substrat angesehen werden, als gleichermaßen „harte“ (Straßen, Grenzzäune, Pipelines etc.) wie auch „weiche“ (Menschen, Dienstleistungen, Kategoriensysteme etc.) Grundlagen der Verbindung und Trennung, die als physische wie symbolische Gelingensbedingungen kollektive soziale Prozesse und übersituative Strukturierungs- bzw. Relationierungsleistungen ermöglichen. Ausgehend von der aktuellen geistes- und sozialwissenschaftlichen Infrastrukturforschung können somit nicht nur einzelne Grenzobjekte und konkordante Grenzpraktiken in den Blick genommen, sondern auch die meist unbewussten, übersituativen, häufig unsichtbaren und standardisierten Relationen von Grenzarbeitsprozessen analysiert werden.

Im Rahmen des Projektes dient das Konzept der Infrastruktur als Ausgangspunkt für die Auseinandersetzung in drei unterscheidbaren, sich gleichermaßen überlagernden Forschungslinien: 1) Komplexität von Grenzen, 2) Infrastrukturen der Grenze, 3) Umstrittenheit der Grenze