Herzlich Willkommen!

 

Das Graduiertenkolleg (2014-2017) entstand im Rahmen des Viadrina Centers B/ORDERS IN MOTION und stellte im Kern die Bündelung dreier Dissertationsvorhaben (zum Sicherheitsdiskurs in einer territorialen Grenzregion, zur Aushandlung ethnischer Zugehörigkeit in (Roma-) Mediationen und zum Ideenmanagement an der Grenze zwischen Kunst und Ökonomie) dar.

Neben der Bearbeitung der einzelnen Forschungsvorhaben stand die gemeinsame empirische wie begriffliche Arbeit an einer Theorie der Grenze im Zentrum. Eine schrittweise Annäherung erfolgt über die leitenden "Grenzdimensionen" Durabilität, Permeabilität und Liminalität. Sie zeigen beim Vergleich und der gemeinsamen Betrachtung der Vorhaben Schnittstellen auf, über die der Austausch erfolgen kann und soll. Diese sind: 1. Die Durabilität von Grenzen als Wert der Grenzwahrnehmungen. Sie beschreibt die Anerkennung der Grenze als Grenze und das Geltendmachen einer Differenz, die produktiv wirkt. 2. Die Permeabilität der Grenze, versinnbildlicht in der Figur der/s Grenzgängers/n. Diese kann/können Grenzen überschreiten und so die wichtige Funktion von Übersetzern und Vermittlern einnehmen und dadurch grenzüberschreitenden Austausch ermöglichen. 3. Die Liminalität, die ihre grundsätzlichen Bedingungen im Vorhandensein eines "Außenseiters" findet. Können territoriale Grenzregionen, situative Identitätsverhandlungen oder Organisationsformen zwischen Kunst und Ökonomie als "Drittes" verstanden werden, das neuartige Formen der Praxis ermöglicht?