Gefördert aus Mitteln der Deutsch-Polnischen Wissenschaftsstiftung
Projekt finansowany ze środków Polsko-Niemieckiej Fundacji na rzecz Nauki

 

Unterstützt durch die Stiftung für Deutsch-Polnische Zusammenarbeit
Projekt wspierany przez Fundację Współpracy Polsko-Niemieckiej

Deutsch English polski
Projektbeschreibung:

 

Im Mittelpunkt des Erkenntnisinteresses steht bei diesem Forschungsprojekt die Frage nach den Grenzen zwischen der wissenschaftlichen Politikberatung und dem Lobbyismus sowie deren Rolle in der Praxis der politischen Entscheidungsfindung. Dabei sollen die Strukturen der Politikberatung und ihre Funktionsweise sowie das Zustandekommen der inhaltlichen Grundlagen für die Entscheidungsfindung unter besonderer Berücksichtigung des Grenzbereiches zwischen der wissenschaftlichen Politikberatung und dem Lobbyismus umfassend untersucht und vergleichend analysiert werden. Das besondere Augenmerk richtet sich dabei zum einen auf die Differenzierung zwischen der wissenschaftlichen Politikberatung und dem Lobbyismus und zum anderen auf die Maßstäbe für die Legitimität und Legalität unterschiedlicher Beratungsvorgänge im politischen Entscheidungsprozess. Es wird sowohl nach dem Einfluss der Berater und der Lobbyisten auf die politischen Entscheidungen als auch auf das Handeln und die Performanz der politischen Akteure gefragt. Darüber hinaus stehen die Strukturen sowie die gesetzlichen Regelungen im Bereich der politischen Beratung, der Gegenstand der Beratung, die Aufgaben und Arbeitsweisen sowie die Rekrutierung und die Kommunikationsweisen unterschiedlicher Berater im Mittelpunkt des Interesses.

Im Rahmen der geplanten Untersuchung wird zunächst die deutsch-polnische Vergleichsperspektive aufgegriffen, um als Pilotprojekt die Ähnlichkeiten und Unterschiede in den Strukturen und der Funktionsweise der Politikberatung und des Lobbyismus in West- und Osteuropa vor dem Hintergrund ihrer historischen und kulturellen Rahmenbedingungen zu analysieren. Dabei sollen die relevanten Problemlagen im Bereich der Politikberatung und des Lobbyismus herausgearbeitet werden.

Da dieses Forschungsfeld angesichts der steigenden Relevanz der Politikberatung sowohl in der wissenschaftlichen Debatte als auch in der Politik der osteuropäischen EU-Mitgliedsländer noch wenig beleuchtet ist, liegt letztliches Ziel des Projekts darin, ein größeres auf Ostmitteleuropa bezogenes Vergleichsprojekt zu entwickeln, um somit diese Forschungslücke zu schließen.

 

Forschungsschwerpunkt:

Die Grenzen zwischen der wissenschaftlichen Politikberatung und dem Lobbyismus sowie deren Rolle in der Praxis der politischen Entscheidungsfindung mit besonderer Berücksichtigung der deutsch-polnischen Vergleichsperspektive.

Analysefelder:

  • Die Strukturen der Politikberatung und ihre Funktionsweise sowie das Zustandekommen der inhaltlichen Grundlagen für die Entscheidungsfindung unter besonderer Berücksichtigung des Grenzbereiches zwischen der wissenschaftlichen Politikberatung und dem Lobbyismus.
     
  • Die gesetzlichen Regelungen im Bereich der politischen Beratung, der Gegenstand der Beratung, die Aufgaben und Arbeitsweisen sowie die Rekrutierung und die Kommunikationsweisen unterschiedlicher Politikberater.
     
  • Der Einfluss der Berater und der Lobbyisten auf die politischen Entscheidungen sowie auf das Handeln und die Performanz der politischen Akteure.
     
  • Die Maßstäbe für die Legitimität und Legalität unterschiedlicher Beratungsvorgänge im politischen Entscheidungsprozess.

Umsetzung:

  • Etablierung eines internationalen und interdisziplinären Forschungsnetzwerkes um die EUV-AMU-Achse
  • Unterstützung der Wissenschaftler durch die Studierenden bei der empirischen Feldarbeit
  • Begleitende Seminare, die in das Aufgaben- und Tätigkeitsfeld „Politikberatung" einführen
  • Durchführung von Workshops zur Diskussion der Forschungsfortschritte
  • Organisation einer Konferenz zur Vorstellung der Forschungsergebnisse
  • Wissenschaftliche Publikation in deutscher und polnischer Sprache
  • englischsprachige Publikation der Ergebnisse in den relevanten internationalen Journals
  • Ausarbeitung relevanter Problemlagen in der Vergleichsperspektive zwischen Deutschland und Polen als Analysesetting für weitere Untersuchungen im osteuropäischen Kontext
  • Letztliches Ziel: ein größeres auf Mittel- und Osteuropa bezogenes Vergleichsprojekt.